Weltgebetstag der Frauen am Hirsch 2019

Weltgebetstag der Frauen am Weißen Hirsch am 01.03.19
Wie jedes Jahr immer am 1. Freitag im März seit über 100 Jahren in fast 120 Ländern wurde der Weltgebetstag der Frauen dieses Jahr am 1. März ökumenisch im Gemeindehaus St. Hubertus gefeiert. Eine Gruppe Frauen und Männer lauschten den Informationen der slowenischen Frauen über ihr Land, das eine ungeheure Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten aufweist und ebenso – wie auf den Dias zu sehen war – eine abwechslungsreiche Landschaft, von schneebedeckten Bergen über Wälder, Fluss-, Gebirgstäler und Karstgebirge mit Tropfsteinhöhlen zu den Olivenhainen an der Adriaküste. Das Land ist stolz, zum ersten Mal seit der Besiedlung nach vielen Herrschern über sich selbst bestimmen zu können. Im Land gibt es sehr viele Naturschutzgebiete, doch die Frauen wollen den Menschen nötige Hilfe leisten. Durch den Verlust von Arbeitsplätzen ist Armut, Altersarmut vor allem auf dem Land und Alkoholmissbrauch gestiegen und damit Gewalt in den Familien, Frauenhandel und Zwangsprostitution und die Selbstmordrate im Alter. Das Weltgebetstagskommittee unterstützt deshalb Projekte u.a. von Caritas und Diakonie, die den betroffenen Menschen helfen und wendet sich auch gegen Rassismus gegenüber Roma und Flüchtlinge.
Im anschließenden, von ihnen gestalteten Gottesdienst kamen 5 Frauen aus Slowenien mit ihrer Lebensgeschichte zu Wort. Das Motto des Gebetstags wurde gewählt nach Lukas 14.13 ff „Kommt alles ist bereit“, wo zu einem Festmahl eingeladen wird. Die Frauen wollen, dass sich alle Menschen eingeladen fühlen, besonders auch Behinderte und Ausgegrenzte und machen Hoffnung mit dem Nachsatz „Es ist Platz für alle“. Diese Hoffnung unterstützten die munteren Lieder, die zum „Fest des Glaubens“ einluden und eine gute Atmosphäre schafften für die traditionelle Einladung danach zu gemütlichem Beisammensein bei Speis und Trank mit einigen traditionellen Gerichten, zu denen uns die slowenischen Frauen die Rezepte gaben. Die Sloweninnen bitten uns, als Gemeinde und als Privatperson, doch immer mal an einen gedeckten Tisch nicht nur Freunde, sondern auch Fremde, Alte, Behinderte … aus der Nachbarschaft einzuladen.

Maria Scherer