
Liebe Musikfreunde,
in der Hoffnung, daß Sie den heißen Weg in die kühlere Schloßkapelle nicht scheuen, lade ich Sie herzlich zur nächsten musikalischen Vesper nach Moritzburg ein. Am Sonntag, 28. Juni, 17 Uhr erklingen vier Suiten des Augsburger Komponisten Jacob Scheiffelhut aus dessen Sammlung „Lieblicher Frülings-Anfang oder Musicalischer Seyten-Klang“.
Das geistliche Wort spricht Jesuitenpater Albert Holzknecht aus dem Exerzitienhaus HohenEichen, Dresden.
Margret Baumgartl, Konzertmeisterin des Dresdner Barockorchesters, schreibt zur Einführung:
Kennen Sie Jacob Scheiffelhut?
Er ist ein Juwel der Stadt Augsburg. Er lebte da von 1647 bis 1709, versah verschiedene musikalische Dienste an Augsburgs Kirchen, bekam aber nie die Kantorenstelle, die er sich erhoffte. Und komponierte.
Zu Lebzeiten galt er, besonders durch seine Sammlungen „Lieblicher Frülings-Anfang“, „Musicalische Gemüths-Ergötzungen“ und „Musicalisches Klee-Blat“, als bedeutender Suiten-Komponist und wurde von Johann Mattheson und Wolfgang Caspar Printz in ihren musiktheoretischen Werken gerühmt.
Heute ist er in Vergessenheit geraten. Völlig zu Unrecht!
Wir, die Solisten des Dresdner Barockorchesters, haben Scheiffelhuts Suiten-Sammlung „Lieblicher Frülings-Anfang oder Musicalischer Seyten-Klang“ studiert. Es ist eine Sammlung von acht vierstimmigen Suiten für Streicher und Basso continuo. Alle acht Suiten haben die gleiche Satzfolge aus jeweils sieben Sätzen. Und alle acht Suiten stehen in acht verschiedenen Tonarten, von C-Dur über f-moll, E-Dur bis fis-Moll. Es ist gleichermaßen von der schwärzesten Dunkelheit über melancholischen Schatten bis hin zu gleißendem Licht alles vertreten.
Wir empfinden Scheiffelhuts Suiten als kostbare Schätze.
Sie sind ausdrucksstark, kunstvoll, abwechslungsreich, inspirierend, erschütternd, beglückend – kurzum: wunderbar.
Entdecken Sie diese klingenden Schätze für sich und miteinander. Ich bin bei dieser Neuentdeckung hörend dabei und freue mich auf die Musik und Ihr Interesse,
Ihre Ulrike Titze







