Frauen-Liturgie

„Wer, wie, was ist Gott?“, das war das Thema der 1. FrauenLiturgie in St. Martin. Ein Frauenteam aus St. Martin hatte eingeladen, sich auf die Suche nach persönlichen Antworten zu machen. Eine Tasse Tee zu Beginn vertrieb ein wenig die Kälte und trug dazu bei, sich bekannt zu machen. Gut 20 Frauen kamen zusammen. Lobpreislieder und Gebet eröffneten den Gottesdienst, zu dem sich die Frauen im Altarraum versammelt hatten. „Eine besondere Erfahrung, so nah zu sein“, so eine Teilnehmerin. Die Rede des Apostels Paulus in Athen (Apostelgeschichte 17, 16-34) führte mitten ins Thema. Dem „unbekannten Gott“ hatten die Griechen einen Altar gebaut. „Wer, wie, was ist Gott?“. Paulus verkündet den Gott Jesu Christi: Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, der allen das Leben gibt, der nicht in Tempeln wohnt, der keinem fern ist, der gerecht ist, der auferweckt. Und Paulus fügt hinzu, dass wir Menschen von Gottes Art sind und dass wir in ihm leben, uns bewegen und sind.
Nun waren die Frauen in St. Martin gefragt. Welcher Gott, welche Gottesvorstellungen leben in uns? In einer stillen Zeit gingen sie ihren eigenen Antworten, ihrem Suchen und Fragen nach. Einige Aussagen: „Gott, du bist mein Ein- und Ausatmen, mein Lebensstrom, meine Heilkraft.“ „Je mehr mein Glaube wächst, umso mehr spüre ich seine Gegenwart, seine Kraft und Liebe.“ „Ich lebe in seiner Ordnung. Wie ein Fisch im Wasser.“ „Wenn ich Gottes Nähe zulasse entsteht Wärme, Weichheit, Tiefe, Freude.“ „Gott, der verborgene Rufer.“ „Alles Wollender und Beanspruchender.“ „Mit konkreten Begrifflichkeiten tue ich mich schwer. Gott ist für mich Atmosphäre und ich bin mitten drin.“
Mit Lied, Gebet und dem Segen Gottes, der mit dem Kreuzzeichen in jede Hand gezeichnet wurde, endete die FrauenLiturgie.
Die nächste FrauenLiturgie in St. Martin ist am Freitag, 15. Februar 2019, 19.30 Uhr geplant.
Rebekka-Chiara Hengge, Gemeindereferentin