2. Unsere Grundüberzeugungen

2.1 Christus-Orientierung:

Jeder Mensch ist zur Heiligkeit berufen.

Darum wollen wir, ausgehend von unserer Taufe, unsere Berufungen entfalten und stärken, eine persönliche Beziehung zu Christus fördern und Menschen ermutigen, Christus in ihrem Leben immer neu zu entdecken und Ihm nachzufolgen.

2.2 Charismen-Orientierung:

Die vielen Charismen sind ein Reichtum für die Kirche.

Darum wollen wir diesen Reichtum der Charismen in unseren Gemeinden entdecken, unterstützen und zur Entfaltung bringen. Als Teil der von Gott geliebten Schöpfung sagen wir Ja zu unserer Größe, zu unseren Begabungen sowie auch zu unserer Unvollkommenheit und Zerbrechlichkeit.

2.3 Lebensraum-Orientierung:

Im Leben der Kirche wird Jesus Christus sichtbar.

Darum wollen wir die Vielfalt des Lebens in unseren Gemeinden fördern, der gemeinsamen Berufung in unterschiedlichen Diensten und Aufgaben Ausdruck geben und so den Menschen in unserem Umfeld dienen, ihre Freude und Hoffnung, Trauer und Angst teilen.

2.4 Ressourcen-Orientierung:

Die Kirche ist priesterliches Volk Gottes.

Darum wollen wir miteinander darauf hören, was der Heilige Geist uns sagt, uns von Ihm leiten lassen und all das tun, wozu Er jede/-n von uns beruft.
Wir erkennen Gottes Wirken in den vielen Zeichen des menschlichen Miteinanders, der Fürsorge und der Suche nach Spiritualität und Tiefe des Lebens. Wir wissen, dass Christus uns besonders in den Menschen am Rand, den Armen und Kranken, den Ausgegrenzten und Fremden entgegentritt und auf unsere ausgestreckte Hand wartet.
In unseren Diensten achten wir die je persönlichen und familiären Ressourcen. Diese bestimmen die Schwerpunkte unseres Handelns.

2.5 Partizipation:

Leitung in der Kirche hat viele Gesichter.

Darum wollen wir möglichst viele Frauen und Männer – je nach ihren Charismen – in unseren Gemeinden an der Leitung und den Diensten beteiligen, um unseren Auftrag als Kirche vor Ort gemeinsam zu erfüllen.

2.6 Orientierung am Wort Gottes:

Das Leben der Kirche erneuert sich.

Darum wollen wir das Wort Gottes miteinander teilen, uns von ihm inspirieren lassen und die Zeichen der Zeit im Lichte des Evangeliums deuten. Erfüllt von lebendigem Glauben soll sich unser Zusammenleben zu einer Gemeinschaft vieler kleiner Gemeinschaften, Gruppen und Kreise entwickeln, welche die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Lebensentwürfe sowie Glaubens- und Frömmigkeits-Stile schätzt und in ein aktives Miteinander zu integrieren weiß.
Wir können die Kirche nicht machen, und wir müssen die Kirche nicht retten. Aber es sollte uns sehr unruhig machen, wenn wir uns als Kirche verschließen, wenn wir nur eine bestimmte Gestalt von Kirche und kirchlichem Leben konservieren wollen, statt dass uns „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art“ (GS 1), wirklich bewegen.2

Unser biblisch begründeter AuftragUnsere Ziele

 


2 „Gemeinsam Kirche sein“, S. 11.