3. Unsere Ziele
Wir wollen lebendige und Geist-erfüllte Gemeinde(n) sein, vernetzt mit allen Menschen guten Willens, mitten im Leben, im Vertrauen auf Gott.
Wir wollen in die Gesellschaft wirken auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes und der christlichen Werte.
3.1 Verkündigung:
Wir wollen die Begeisterung für den Glauben stärken bzw. neu wecken. Unsere Aufgabe ist es, Menschen auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten und sie zu befähigen, christliche Werte weiterzugeben und über ihren persönlichen Glauben reden zu können.
Lebendige Verkündigung kann nur durch persönliches, authentisches Zeugnis gelingen. Folgende Beispiele für lebendige Verkündigung setzen wir in der Pfarrei St. Martin um bzw. möchten wir weiter etablieren: Sakramentenvorbereitung, regelmäßige Jugendarbeit, (ökumenischer) Bibelkreis, „Kirche Kunterbunt“, RKW, Glaubensabende, FrauenWegGemeinschaft, Exerzitien im Alltag, Ministrantenarbeit, Kinderkirche, Seniorenarbeit, Martinsumzug. Auch eine ansprechende und adressatenorientierte Kirchenmusik spielt bei der Verkündigung eine wichtige Rolle. Um verschiedene Adressatengruppen zu erreichen, sollen traditionelle und moderne Kommunikationswege genutzt werden.
In den nächsten vier Jahren:
- Werden wir bei der Sakramentenvorbereitung und bei der „Kirche Kunterbunt“ die schon vorhandenen Teams begleiten und weiter auf- und ausbauen.
- In der Jugendarbeit werden wir für die einzelnen Gemeinden Einzelpersonen bzw. Teams von Ehrenamtlichen aufbauen, schulen und begleiten.
- Für die einzelnen Teams versuchen wir Verantwortliche zu benennen.
- Für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden wir einen Glaubenskurs einrichten, der sich mit den speziellen Fragen und Themen dieser Zielgruppe beschäftigen wird.
3.2 Liturgie:
Aus der Liturgie schöpfen wir Kraft für die Verkündigung. Daher ist die Authentizität der Liturgieleiter bei allen Liturgieformen von großer Bedeutung. Verschiedene Gottesdienst- und Gebetsformen sollten vorgestellt, erläutert und eingeübt werden. Dies ist insbesondere im Hinblick auf sich verändernde Zahlen bei den Hauptamtlichen wichtig. Folgende liturgischen Formate möchten wir in unserer Pfarrei stärken und weiterentwickeln: Eucharistiefeier, Wortgottesfeier, Andachten, Rosenkranzgruppen, Gebetsgruppen, Krankenkommunion, Wallfahrten, Familiengottesdienste, Friedensdekade, Weltgebetstag der Frauen, Ökumenische Bibelwoche, Kinderkirche. Außerdem ist es uns wichtig, ökumenische liturgische Formate weiter zu entwickeln und zu pflegen.
In den nächsten vier Jahren:
- Wir werden in Gemeindeabenden die unterschiedlichen Gottesdienstformen intensiv vorstellen und deren Spezifika erläutern sowie auf Bistumsangebote in diesem Bereich hinweisen.
- Die Gottesdienstbeauftragten werden vom Hauptamt begleitet und bestärkt, an den Weiterbildungen des Ordinariates teilzunehmen.
- Wir werden die kleinen Gruppen der Rosenkranzbeter u. ä. ermutigen diesen wichtigen Dienst weiter zu tun.
- Besonderes Augenmerk werden wir auf die pastorale Betreuung der Kranken und der Mitchristen in den Altenheimen legen.
Dazu werden wir uns bemühen, einzelne Kommunionhelferinnen und -helfer für diese Aufgabe zu gewinnen. - Wir werden die liturgischen Dienste unterstützen, z. B. durch pfarreiweite Treffen.
3.3 Diakonie:
Kirche wird heute zum großen Teil nur noch an den Rändern und damit als diakonische Kirche wahr- und ernstgenommen. In der Pfarrei St. Martin gibt es regelmäßige diakonische Angebote für verschiedene Adressatengruppen, z. B. Obdachlosennachtcafé, Dresdner Tafel in Pieschen, JVA Seelsorge (Freiraum-Treffen, Wertegruppe, ehrenamtliche Begleitung der Gefangenen, Gottesdienste in der JVA). Außerdem gibt es Initiativen wie Caritas Helferkreis oder Elista-Kreis, sowie Menschen, die sich international engagieren, z. B. für Ukrainehilfe. Senioren werden zu den Geburtstagen besucht oder angeschrieben, Krankenkommunion wird ermöglicht.
In den nächsten vier Jahren:
- Werden wir weiter – ggf. sogar verstärkt – in der Gefängnisseelsorge (in all ihren Facetten) aktiv bleiben und – soweit nötig – weitere Menschen für diesen Dienst sensibilisieren.
- Werden wir – u. a. durch die Ansiedlung von neuen Unternehmen – ausländische Christen in den Blick nehmen und deren Integration in die Gemeinden ermöglichen.
- Besonderes Augenmerk werden wir auf die pastorale Betreuung der Kranken und der Mitchristen in den Seniorenheimen legen. Dazu werden wir uns bemühen, einzelne Kommunionhelferinnen und -helfer für diese Aufgabe zu gewinnen.
3.4 Gemeinschaft:
Es ist uns wichtig, einen christlichen Umgang miteinander zu pflegen, wo Menschen miteinander Freud und Leid teilen können. Dabei handeln wir nach dem institutionellen Schutzkonzept unserer Pfarrei. Eine herzliche Willkommenskultur soll entwickelt und eingeübt werden. Offenheit sowohl innerhalb der Gemeinde(n) als auch darüber hinaus, z. B. in der Ökumene, soll gestärkt und ausgebaut werden. Es ist essenziel, dass die Menschen untereinander gut vernetzt sind. Das kann durch vielfältige regelmäßige Veranstaltungen ermöglicht werden, wie z. B.: Familiengottesdienste mit Kirchencafé, Gemeindestammtisch, Frühjahrs- und Herbstputz, Gemeindewallfahrten, RKW, Jugendfahrten, Gemeindefeste, Patronatsfeste.
In den nächsten vier Jahren:
- Werden wir – insbesondere im Blick auf die Ansiedlung neuer Unternehmen – eine gute Willkommenskultur in den Gemeinden entwickeln.
- Wollen wir die verschiedenen Gruppen und Kreise der einzelnen Gemeinden noch stärker miteinander vernetzen, um so Synergieeffekte zu nutzen.
- Wollen wir die Verbindung zu den anderen christlichen Gemeinden und Gemeinschaften und zu allen Suchenden und Fragenden suchen und stärken.
- Wir wollen zur Bewahrung der Schöpfung einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sowie z. B. fairen und ethisch verantworteten Einkauf in den Fokus nehmen.
3.4 Fazit:
Das Engagement von Ehrenamtlichen wird immer bedeutsamer. Sie tragen in vielen Bereichen das Gemeindeleben, bringen ihre Begabungen ein und gestalten Kirche lebendig mit. Damit dieses Engagement langfristig gelingt, braucht es Räume, in denen Menschen ihren Charismen entsprechend wirken können – frei, unterstützt und mit Freude. Dabei ist es wichtig, dass niemand überfordert oder ausgebrannt wird. Denn Kirche ist Gemeinschaft – und sie lebt davon, dass jede und jeder auf eigene Weise dazugehört und mitwirkt.







