Musikalische Vespern Moritzburg

Schlosskapelle Moritzburg Foto: Ulrike Titze
Sonntag, 15. Mai 2022, 17.00 Uhr
un voyage français
Französische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts

Marie Luise Ludewig – Flauto traverso
Athena Zenker Díaz – Viola da gamba
Charlie Zhang – Theorbe

Pfingstmontag, 6. Juni 2022, 17.00 Uhr
„Mein Herz ist bereit“
Heinrich Schütz zum 350. Todesjahr
Ensemble Corona harmonica

Tobias Hunger – Tenor
Ulrike Titze – Violine
Karina Müller – Violine
Sven Rössel – Violone
Jan Katzschke – Cembalo

Sonntag, 3. Juli 2022, 17.00 Uhr
Marmor und Klang aus Salzburg
Permosers Christus und Bibers Mysterien-Sonaten

Christof Heinze – Geistliches Wort und Betrachtungen zur Skulptur Balthasar Permosers
Ulrike Titze – Violine
Stefan Maass – Theorbe
Michaela Hasselt – Orgel

Sonntag, 21. August 2022, 17.00 Uhr
Tango & Bach
Spurensuche
CONEXUS

Tabea Höfer – Violine, Viola
Marek Stawniak – Akkordeon

Sonntag, 4. September 2022, 17.00 Uhr
Carmina feminarum
Starke Frauen des Mittelalters und ihre Lieder
Ensemble Donnafugata

Noemi La Terra – Mezzosopran, romanische Harfe, Drehleier, Perkussion
Susanne Ansorg – Fidel, mittelalterliches Glockenspiel

Sonntag, 9. Oktober 2022, 17.00 Uhr
Vesper mit den Chören der Pfarrei
unter Leitung von Marco Gulde
Liebe Musikfreunde!
Vor 350 Jahren wurde die Moritzburger Schlosskapelle eingeweiht – als 1. sakraler Neubau nach dem 30jährigen Krieg und gleichzeitig als letzte neugebaute protestantische Hofkapelle in Kursachsen. Errichtet nach den Plänen des Dresdner Architekten Wolf Caspar von Klengel gehört sie
heute zu den wenigen Bauten, die aus der frühbarocken Phase im Dresdner Raum erhalten geblieben sind. Mit dem Übertritt August des Starken zum
Katholizismus im Jahre 1697 wurde diese Kapelle eine katholische.

Im Weihejahr der Kapelle starb in Dresden Heinrich Schütz, „seines Jahrhunderts hervorragendster Musiker“. Ihm und seiner Musik ist die Vesper
am Pfingstmontag gewidmet.

Ein Meisterwerk des Dresdner Hofbildhauers Balthasar Permoser befindet sich im Altarraum der Schlosskapelle: das erschütternde Abbild des gequälten
Christus an der Geißelsäule. Betrachtungen dieser Skulptur korrespondieren mit Mysterien-Sonaten Heinrich Ignaz Franz Bibers in deren
außergewöhnlichen Violinstimmungen.

Welchen Einfluss hatte Johann Sebastian Bachs Musik auf Astor Piazolla, welchen der Tango auf die Volksmusik und die jüdische Kultur? Eine
Spurensuche!

Zwei passionierte Musikerinnen und dreimal 30 Zuhörer konnten im Mai 2020 nach dem 1. Lockdown für wenige Minuten eindrucksvoll spüren, wie das
unmittelbare Musizieren und Zuhören die ausgehungerte Seele nährt und beglückt. Nun freuen sich die beiden, am selben Ort und ungekürzt die
Zuhörer mit ihren „Carmina feminarum“ zu verwandeln.

Eröffnet wird die diesjährige 33. Reihe der Moritzburger Vespern mit einer Reise durch die faszinierende Klangwelt französischer Barockmusik.

Nach den Einschränkungen der letzten beiden Jahre sehe ich den musikalischen Vespern dieses Jubiläumsjahres mit Zuversicht entgegen. Ich
freue mich, Sie ohne Anmeldung und Registrierung begrüßen zu dürfen, einzig den Mund-Nase-Schutz sollten Sie dabei haben.

Am Ausgang bitte ich Sie um eine unterstützende Spende für die freischaffenden Musiker.

Ich grüße Sie herzlich und freue mich auf Ihren Besuch der Moritzburger
Vespern,
Ulrike Titze