
Wallfahrt zur Hubertusburg und nach Altmügeln
Gemeindewallfahrt des Ü60-Kreises von St. Josef
Am Donnerstag, dem 24. September 2026, fand die Gemeindewallfahrt des Ü60-Kreises von St. Josef statt. Auch Gäste aus der Neustadt und vom Weißen Hirsch nahmen teil. Geistlich begleitet wurden wir von Herrn Pfarrer Prause, der in früheren Jahren selbst die Pfarrstelle in Wermsdorf innehatte.
Wir fuhren im vollbesetzten Reisebus – bequem wie auf Wolken – direkt zur Hubertusburg bei Wermsdorf. August der Starke ließ diese als Jagdschloss errichten. Die Hubertusburg ist jedoch viel größer als das bekanntere Jagdschloss in Moritzburg, da sie zeitweise auch als Nebenresidenz des Kurfürsten diente. Im Siebenjährigen Krieg, bei dem sich die Herrscher mit Plünderungen übertrafen, wurde auch Hubertusburg verwüstet. Einzig die Schlosskapelle blieb verschont, weil der damalige Hofkaplan den Alten Fritz sehr flehentlich darum bat. Und das hat dann geklappt…. Warum nicht immer so einfach?
In eben jener katholischen Kapelle, die vor einigen Jahren restauriert wurde, feierten wir die heilige Messe. Anschließend bekamen wir ein paar Informationen zur Bau- und Nutzungsgeschichte der Burg und durften auch die restaurierte Königsloge in der Kapelle besichtigen.
Hier hatten die Restauratoren ein kleines Wunder vollbracht – anhand eines gefundenen Fadens! wurde die komplette Stofftapete nachgestaltet und der Raum in ein prachtvolles rotes Kleinod verwandelt.
Von der Hubertusburg ging es mit dem Bus weiter zu einer kleinen Gaststätte am See. Dort war für leibliches Wohl zur Mittagszeit gesorgt. Anschließend fuhren wir nach Altmügeln. wo wir zu einer Führung durch die evangelische Marienkirche erwartet wurden. Das ist eine alte Wallfahrtskirche in unterschiedlichen Baustilen und mit einer imposanten Holzfelderdecke (sogenannte „Bilderbibel“). Und man kann sagen, das war eine der engagiertesten, anekdotenreichsten und informativsten Kirchenführungen, die man erleben kann!
Was dann kam, war der zauberhafte Höhepunkt einer wunderschönen Wallfahrt. Im Gemeinderaum des angrenzenden alten Pfarrhauses war für uns ein oberleckeres Kuchenbuffet angerichtet – und zwar von der katholischen Gemeinde des Ortes in Zusammenarbeit mit der evangelischen Gemeinde (samt Pfarrer). So kam es zu einem fröhlichen, ökumenischen Beisammensein in entzückender Umgebung. Zum Abschluss sangen wir gemeinsam „Großer Gott, wir loben Dich“ – endlich in der passenden Tonlage und sehr, sehr festlich. Dank an dieser Stelle an den geduldigen Busfahrer, denn vor lauter Gemütlichkeit und Fröhlichkeit verzögerte sich die Weiterfahrt erheblich.
Und weil sich die kleine Katholische Gemeinde von Mügeln so sehr gewünscht hat, dass wir auch ihrem Gemeindezentrum einen kleinen Besuch abstatten, verzögerte sich die Heimfahrt noch einmal. Aber – gut, dass wir es gemacht haben. Ähnlich wie in Pieschen haben auch hier die Katholiken mit viel Eigenbeteiligung eine sehr schöne kleine Kapelle (in einem Wohnhaus) errichtet. Sie ist dem Heiligen Pius X. gewidmet. Voller Stolz wurde uns alles gezeigt und von den Zeitzeugen berichtet. Wir haben uns in diesem sakralen Raum sofort heimisch gefühlt.
Aber dann ging es wirklich wieder mit dem Bus zurück nach Dresden. Reich beschenkt wurden wir wieder sicher nach Haus gebracht. Herzlichen Dank an alle, die diese Fahrt so sorgfältig vorbereitet haben – besonders der Familie Riedel, Pfarrer Prause und Freddi Franke. Dank auch an alle vor Ort, die uns so freundlich umsorgt haben. Es war eine beseelende Erfahrung der christlichen Gemeinschaft!
Barbara Kress


(eingestellt Christian Esser 06.11.2026)







