Herzliche Einladung an den gemeinsamen Chorprojekten unserer Pfarrei mit zu singen

Man muss nicht Chor-Mitglied werden, um an einem dieser Projekte mit zu singen. Nehmen Sie mit Jochen Schubert oder Marco Gulde Kontakt auf uns seien Sie herzlich dazu eingeladen. Auch die Vesper in Moritzburg am 27. September wird von allen Chören gemeinsam gestaltet.
Jochen Schubert und Marco Gulde

Foto: Elisabeth Meuser
Dankbar schauen wir auf unsere Weihnachtsmusik am Vorabend des Epiphaniasfestes mit der Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Camille Saint-Saëns zurück und hören vielleicht aus der Erinnerung noch die lieblichen Klänge. Danach meinte ein Zuhörer: „Da habt ihr uns noch einmal Weihnachten beschert.“ Es ist schön und zeugt von Gottes Segen, wenn die Musik in dieser Weise Menschen erreicht. Und was wären wir ohne die Musik in unseren Kirchen. So ist sie zutiefst gottesdienstliches Geschehen, unsere Antwort auf die liebende Zuwendung Gottes. Gott dient uns und wir dienen ihm mit Gebet und Lobgesang. Oder wie es Johann Sebastian Bach sagt: Bei einer andächtigen Musik ist Gott allezeit mit seiner Gnaden Gegenwart.
In diesem Jahr gibt es Möglichkeiten, sich in verschiedene Chorprojekte einzubringen, die eigene Stimme gemeinsam mit anderen Stimmen zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen erklingen zu lassen:

Die Pfingstkantate Johann Sebastian Bachs, „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“ wird am Pfingstsonntag, 31. Mai 2020, 10.45 Uhr in St. Martin erklingen. Bach komponiert diese in Weimar entstandene festliche Kantate 1714. Sie gehört damit zu Bachs Frühwerken. Auch in seiner Leipziger Zeit führte er diese Musik mehrfach auf. Die Chöre St. Martin werden diese Kantate auch musizieren anlässlich des Canisiusempfangs am 01. Mai 2020, 16.00 Uhr in der Schlosskapelle Pillnitz.

Nur selten zu hören ist die Musik von Johann Christoph Altnickol (1719-1759). Einige wenige Werke seines Schaffens sind uns überliefert. Er wirkte nach seinen musikalischen Lehrjahren in Leipzig 1748 in Niederwiesa (Schlesien), wechselte jedoch noch im selben Jahr nach Naumburg und bestellte an St. Wenzel bis zu seinem Tod die dortige Kirchenmusik. 1749 hatte er die älteste Tochter Johann Sebastian Bachs, Elisabeth Juliane Friederike, geheiratet. Das Vorbild des Schwiegervaters ist in der Musik Altnickols zu hören, obwohl schon weniger Strenge im beginnenden Übergang zur Vorklassik zu bemerken ist.
Altnickols „Missa“ (Kyrie und Gloria) sowie seine Vertonung des Chorals „Nun danket alle Gott“ werden zu hören sein am 04.10.2020, 10.45 Uhr in St. Martin. Dazu wird es einen Probentag geben am Samstag, 26. September 2020, 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr im Gemeindesaal auf der Stauffenbergallee 9h. (Noten und CD im Carus-Verlag erschienen)

Heinrich von Herzogenberg ist mit seinem Weihnachtsoratorium „Die Geburt Christi“ ein sehr schönes Werk gelungen, welches die Traditionen des 18. Jahrhunderts mit der musikalischen Sprache des ausgehenden 19. Jahrhunderts verbindet. Wir haben dieses ebenfalls selten zu hörende Oratorium zu Weihnachten 2018 in St. Martin zum Klingen gebracht und wollen diese Klänge wieder aufnehmen am 2. Sonntag nach Weihnachten, 03. Januar 2021, 17.00 Uhr. Auch dazu wird es einen Probentag geben am Samstag, 05. Dezember 2020, 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr im Gemeindesaal, Stauffenbergallee 9h.

So lade ich Sie ein, in das Lob Gottes mit einzustimmen und freue mich, wenn wir dies gemeinsam tun: Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten.

Ihr Jochen Schubert