Kunstinstallation „Prolog“ im 1. Raum – hate – love

Was kann man im Militärhistorischen Museum über Frieden lernen?

Am 5. Juni besuchte die Juju das Militärhistorische Museum. Herr Weber beantwortete nicht nur all unsere Fragen, sondern machte deutlich, warum es immer noch Kriege gibt und der Frieden so schwer zu erreichen ist. Hier bewegen sich unzählige viele Male die Worte hate und love in Gruppen, die verschiedene Firguren bilden. Wer gewinnt, hate or love? Hass oder Liebe.

Gleich hinter dieser Wand werden wir von einer riesigen Plastik begrüßt, Kain und Abel. Zwei Brüder, die Söhne von Adam und Eva: Kain erschlägt seinen Bruder Abel. Diese biblische Geschichte zeigt ein Urbild der Sünde, das man bis heute in jedem Kinderzimmer beobachten kann.
Einer besitzt etwas, das der andere nicht hat – und jener will es gern haben. Das ist der Urgrund für Konflikte und Krieg.
Unterschiede, Konflikte wird es immer geben. Aber wie gehen wir damit um? Wie gehen Friedensverhandlungen?

Als nächstes wurden wir zu einer Vitrine über den 30jährigen Krieg (1618 bis 1648) geführt. Hier werden uns die Pappenheimer vorgestellt, Söldner, die unter ihrem General Papenheim z. B. Magdeburg erobern. Vor der Eroberung hatte Magdeburg 30.000 Einwohner. Danach nur noch 300 Einwohner. Eine Ursache, warum dieser grausame Krieg so lang ging, war, dass jeder Söldner sich nach einem Sieg alles nehmen konnte, was er wegtragen konnte. Es gab also viele, die am Krieg verdient haben.

Keine Friedenstaube sondern Spion im 1. Weltkrieg
Weiter ging es in die Abteilung „Tiere beim Militär“. Hier gab es eine Taube zu sehen, die im 1. Weltkrieg mit einer Kamera ausgestattet wurde und von Agenten hinter die Frontlinie gebracht wurden.
Sie nahm dann (ein Vorläufer von Drohnen) Fotos auf, sodass man Kenntnis über Munitionslager und Soldaten erhielt. Da die Taube ja als DAS Friedenssymbol zählt, ist es besonders krass. Hier fragte uns Herr Weber, nach der alttestamentlichen Erzählung über die Taube. (Gott hatte die Menschen mit der Sintflut bestraft. Nur Noah mit seiner Frau und den vielen Tiere, die mit in die Arche genommen hatte, überlebte.) Er schickte eine Taube aus, die nach Land suchen sollte. Zwei Mal kam sie zurück, erst beim 3. Mal hat sie einen Olivenzweig im Schnabel und verkündet, dass Gott Frieden mit den Menschen schließen will.

An einer weiteren Vitrine erfuhren wir vom Friedensvertrag von Versailles, in dem Deutschland nach dem 1. Weltkrieg zu Gebietsabtretungen, Abrüstung und Reparationszahlungen an die Siegermächte vepflichtet wurde. Das waren harte Verluste, Deutschland verlor nicht nur Gebiete sondern auch ca. 10 % der Bevölkerung. Das sorgte für Unmut und wurde zur zur Gefahr für den Frieden.
Wir sahen schlimme Bilder auf 2 Seiten aus dem Buch „Krieg dem Krieger“. Hörten ein Zitat von Hindenburg, der begeistert vom 1. Weltkrieg sprach und sahen das Plakat von Käthe Kollwitz mit dem Schwur „Nie wieder Krieg“. Ihr Sohn war in den ersten Kriegstagen des 1. Weltkrieges gefallen.

An der letzten Station ging es um den Krieg 1999 Bosnien-Herzogovina. Wir sahen modernste Waffe und einen Teller, der handbemalt wurde und den eine Kosorov-Albanerin einem Soldaten schenkte. Herr Weber erklärte uns, dass erstmalig seit dem 2. Weltkrieg innerhalb des NATO-Einsatz deutsche Soldaten mitkämpften. Der damalige Außenminister Joschka Fischer erntete dafür viel Kritik. „Ist Pazifismus immer unschuldig?“ „Nehme ich Völkermord in Kauf“ fragte uns Herr Weber.
Leider wurden wir wegen dem bevorstehenden Schließzeit aus dem Museum „gekehrt“. Es war so interessant, dass wir dies wiederholen werden. Ein Dank an Herrn Weber!
Uta Graba

Die folgende Nachricht erhielt ich, am gleichen Abend aus der Pieschener Juju:
Während des Zweiten Weltkriegs hörte eine Gruppe von Menschen jeden Abend zu einer bestimmten Zeit auf, was sie gerade taten, um für Frieden und Sicherheit für alle zu beten. Sie taten dies jeden Tag, und es war, als würde die ganze Stadt innehalten – so kraftvoll war das gemeinsame Gebet. Das Ergebnis war so überwältigend, dass die Bombardierungen kurz darauf aufhörten.

Jetzt organisieren sich wieder Menschen auf der ganzen Welt. Eine Gruppe hat sich darauf geeinigt, jeden Tag eine Minute lang gemeinsam innezuhalten – für die Sicherheit unserer Länder, für das Ende der Herausforderungen, die uns bewegen, und dafür, dass Klarheit und Bewusstsein die Entscheidungen unserer Führung tragen.

Wir treffen uns zu folgenden Zeiten:
Indien – 19:30 Uhr
Deutschland – 16:00 Uhr
Österreich – 16:00 Uhr
Spanien – 16:00 Uhr
Portugal – 15:00 Uhr
Kanarische Inseln – 15:00 Uhr
Costa Rica – 08:00 Uhr
Kolumbien – 09:00 Uhr
Nicaragua – 08:00 Uhr
Ecuador – 09:00 Uhr
Guatemala – 08:00 Uhr
Mexiko – 09:00 Uhr
Panama – 09:00 Uhr
Honduras – 08:00 Uhr
El Salvador – 08:00 Uhr
Venezuela – 10:00 Uhr
Uruguay – 11:00 Uhr
Paraguay – 10:00 Uhr
Brasilien – 11:00 Uhr
Argentinien – 11:00 Uhr
Peru – 09:00 Uhr
Chile – 11:00 Uhr
Italien – 16:00 Uhr
Schweiz – 16:00 Uhr
Australien – 00:00 Uhr (Mitternacht, nächster Tag)
USA – 07:00–10:00 Uhr
Kanada – 06:00–10:00 Uhr
Singapur – 22:00 Uhr
Thailand – 21:00 Uhr
Korea – 23:00 Uhr
Hongkong / Taiwan – 22:00 Uhr
Philippinen – 22:00 Uhr

Bitte unterstütze diese Initiative.
Jeden Tag halten wir für eine Minute inne, richten uns gemeinsam aus und verbinden uns mit Frieden, mit Ruhe und mit einer Welt, in der Sicherheit für alle Menschen spürbar ist.
Wir richten unsere Aufmerksamkeit darauf, dass Familien Halt, Schutz und Vertrauen in sich und im Leben finden.
Stell dir jeden Tag einen Alarm auf die Uhrzeit deines Landes und nimm dir eine Minute Zeit, um dich bewusst mit Frieden zu verbinden.
Die Kraft vieler Menschen, die gleichzeitig innehalten, sich ausrichten und das gleiche fühlen, ist enorm.

In der Juju-Stunde am 08. Mai (dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus) haben wir über Frieden gesprochen.

Am 19.06.2026 um 16:30 Uhr werden wir mit allen Gruppen das Schuljahr mit einem geimeinsamen Fest schließen.
Wir freuen uns auf euer Kommen!


Connie und Uta