Impuls am 18. April – 15. Kreuzwegstation

Eröffnung:
Im Namen + des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.
Mit Jesus Christus sind wir auf dem Weg.
Mit Jesus Christus gehen wir den Kreuzweg.

Liedruf (GL 286):
Bleibet hier und wachet mit mir! Wachet und betet, wachet und betet!

15. Station: Auferstehung

Lesung zur Station (aus dem Evangelium nach Lukas, Kapitel 24, 1 – 12):
Am ersten Tag der Woche gingen die Frauen mit den wohlriechenden Salben, die sie zubereitet hatten, in aller Frühe zum Grab. Da sahen sie, dass der Stein vom Grab weggewälzt war; sie gingen hinein, aber den Leichnam Jesu, des Herrn, fanden sie nicht.Und es geschah, während sie darüber ratlos waren, siehe, da traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen. Die Frauen erschraken und blickten zu Boden. Die Männer aber sagten zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss in die Hände sündiger Menschen ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen. Da erinnerten sie sich an seine Worte. Und sie kehrten vom Grab zurück und berichteten das alles den Elf und allen Übrigen. Es waren Maria von Magdala, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus, und die übrigen Frauen mit ihnen. Sie erzählten es den Aposteln. Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.

Betrachtung:
Noch einmal sehen wir die treue Sorge der Frauen um den Menschen Jesus. Sie haben schon sein Leid bis unters Kreuz begleitet, nun haben sie sich auf den letzten Dienst vorbereitet, der noch bleibt.
Doch es kommt anders. Ratlos stehen sie vor dem Wunder des leeren Grabes. Ihre Erfahrungen, ihre Zeit mit Jesus haben sie noch nicht genug auf diesen Moment vorbereitet.
Doch sie bleiben dort zum Glück nicht allein: Göttliche Boten in weißen Gewändern sprechen zu ihnen. Und im Gespräch erinnern sich die Frauen an die Worte Jesu, deren Bedeutung sie nun erst erkennen können.
Ist das die Hoffnung, die wir haben dürfen? In aller Not, allem Unverständnis und allen Fragen spricht Gott zu uns. Er will bei uns sein, erklären, helfen. Er will dazugeben, was immer uns noch fehlt, damit wir sein Wort und Leben besser verstehen. Und dann hat sich alles Zuhören, alles Mit-Leiden, alles Schauen auf Jesus wirklich gelohnt.

Auferstehungslied:
Nun freut euch hier und überall, der Herr ist auferstanden,
im Tod bracht er den Tod zu Fall und macht die Höll zuschanden.
Des Lebens Leben lebet noch, sein Arm hat aller Feinde Joch mit aller Macht zerbrochen.

Die Morgenröte war noch nicht mit ihrem Licht vorhanden;
und siehe, da war schon das Licht, das ewig leucht, erstanden.
Die Sonne war noch nicht erwacht, da wachte und ging auf voll Macht die unerschaffne Sonne.

O Lebensfürst, o starker Held, von Gott vor Zeit versprochen,
vor dir die Hölle niederfällt, da du ihr Tor zerbrochen.
Du hast gesiegt und trägst zum Lohn ein allzeit unverwelkte Kron als Herr all deiner Feinde.

Ich will von Sünden auferstehn, wie du vom Grab aufstehest;
ich will zum andern Leben gehn, wie du zum Himmel gehest.
Dies Leben ist doch lauter Tod; drum komm und reiß aus aller Not uns in das rechte Leben.

Stille

Gebetsruf:
Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

 

Kreuzweg auf dem Weg zur Kapelle der Madonna della Corona
(Fotos: M. Müller, Zusammenstellung und Betrachtung: Christoph Nitsche)
Kompletter Kreuzweg: Link – Alle Impulse der Fastenzeit: Link.