4. Treffen Team Pastoralkonzept – 27. September 2019


1. Begrüßung – wir erinnern uns
2. Wort-Gottes-Liturgie Lk 16,19-31
3. Berufen zur eucharistischen Kirche (ein Ruf an mich, Texte + Fragen)
4. Sammeln
5. Evangelium in leichter Sprache
6. Schlussrunde

HERZLICHE EINLADUNG AN ALLE ZUR NÄCHSTEN RUNDE AM 11.10.19 UM 19 UHR IN PIESCHEN

3. BERUFEN ZUR EUCHARISTISCHEN KIRCHE VON HEINRICH KOCH
Das eucharistischen Mahl ist nicht unser eigenes Mahl, es ist das Mahl des Herrn. Wir sind Ekklesia, vom Herrn herausgerufen, oder wie es im 2. Hochgebet heißt: „Wir danken Dir, dass Du uns berufen hast, vor Dir zu stehen und Dir zu dienen“. Der Ruf Gottes steht am Anfang der Kirche. Alles kommt darauf an, dass wir als Christen und als Kirche den Ruf Gottes hören: Gott, der Wort für uns ist, ohne das nichts ist (Joh 1,1). Kirche‐Sein beginnt also mit dem Hören, mit dem Stillwerden. Es ist ein geistlicher Vorgang. …
Eucharistische Kirche zu sein heißt deshalb, geistliche Kirche zu sein. Welchen Raum nehmen bei uns von daher die Stille, das Gebet, die Anbetung,
die Betrachtung, das geistliche Gespräch, das Miteinanderhören auf das Wort Gottes in der Heiligen Schrift ein? Welches ist das geistliche Niveau unserer Gemeinden, Gemeinschaften und Einrichtungen? Ich bin dankbar für alle Mühen und alle Erfahrungen geistlicher Vertiefung in unseren Gemeinden
und Gemeinschaften, in unseren Ordensniederlassungen und Abteien. Ich bin dankbar, dass vor allem in der Jugendseelsorge, in unseren Schulen, in Katechese und Religionsunterricht junge Menschen lernen, ihr Leben als Berufung zu sehen, und ich bin dankbar für alle, die sich um Offenheit für
geistliche Berufungen mühen.

Fragen zur Textbetrachtung:
3.1. Hören auf den Ruf Gottes: Was fördert dieses Hören, was hindert daran?
3.2. Erleben wir unsere Kirche/Gemeinde als „geistliche Kirche“?
3.2. Das Leben als „Berufung“ sehen – ist Ihnen der Gedanke vertraut, können Sie sich diesem Gedanken öffnen?
3.4. Welche Fragen bewegen Sie beim Lesen des Textes

4. SAMMELN VON GEDANKEN IN GRUPPEN
Einheit leben
– nicht unwahr übereinander reden
– den anderen in seiner Andersartigkeit akzeptieren
– einfache Sprache – Ehrlichkeit – Offenheit
– Raum für Stille, Spiritualität
– selbst Verantwortung übernehmen
– sich auf den Weg machen
– sich einlassen auf Dinge, die ich nicht kenne

Leben als Berufung
– Berufung entdecken: was ich tue und das was ich tue als Berufung leben
– Berufung kann sich ändern
– Berufungen die ineinander greifen
– Es geht meist um mich, um meine Umkehr
– Das Erste ist die eigene Berufung in Christus
– Sprache, mit welchen Gruppen spreche ich
– welche Berufungen gibt es und was wird daraus deutlich?
– offen und frei von Berufungen sprechen
Was hindert?
Oberflächlichkeit, Automatismus, Mißtrauen, Angst vor Veränderung, Angst zu kurz zu kommen
Geistliche Kirche
– Kreise in der Gemeinde, in der es erlebt wird
– Gremien geistlicher Segnungen
– geistlichen Weg gehen in Gremien
– wenn Menschen ehrlich offen werden, ist es ein geistlicher Weg
Hören
Wahrnehmen und wahrgenommen werden, Aufmerksamkeit des SELBST und des ANDEREN
Hören auf WORTE, SIGNALE, ZEICHEN
in Abhängigkeit vom eigenen inneren Rahmen: Hören zusammen mit … oder allein
geistliche Kirche
– hat Bodenhaftung und Himmel-Bezogenheit, ist unser Auftrag
– ist offen, ehrlich, vertrauensvoll
– in einer geistlichen Kirche können Abläufe hindern und stützen
– ungeistliche (Kirche) ist unmenschlich
– da, wo ich mich bewußt vor dem Mitmenschen verschließe
Hören
– Hören möglich durch Loslassen, Leer-werden, sich-Zeit-Nehmen
– sich-selbst-zurücknehmen, Klarheit im Reden, (gegenseitige) Offenheit
geistliche Kirche
– wenn/wo das Hören auf Gott Triebfeder unseres Handelns ist
– Weht hier ein guter Geist?
Hören
– Hören möglich durch Loslassen, Leer-werden, sich-Zeit-Nehmen
– sich-selbst-zurücknehmen, Klarheit im Reden, (gegenseitige) Offenheit
Be-RUF-ung
– immer neu fragen, was Gott mit mir /uns will
5. EVANGELIUM IN LEICHTER SPRACHE
Einmal erzählte Jesus die Geschichte von einem armen Mann und von einem reichen Mann. Jesus wollte mit der Geschichte erklären:
Warum es wichtig ist, dass die reichen Leute sich um die armen Leute kümmern.
Die Geschichte von Jesus ging so:
Es war einmal ein reicher Mann. Der reiche Mann hatte herrliche Kleider. Und jeden Tag das allerbeste Essen. Und ein großes, gemütliches Haus.
In der gleichen Zeit lebte ein armer Mann. Der arme Mann hieß Lazarus. Lazarus hatte nichts zu essen. Und nichts Warmes zum Anziehen. Und kein Haus zum Wohnen. Außerdem war Lazarus krank. Lazarus saß den ganzen Tag draußen vor dem Haus von dem reichen Mann. Lazarus dachte, dass der reiche Mann ihm etwas zu essen gibt. Aber das tat der reiche Mann nie. Nur manchmal kamen einige Hunde. Und schnüffelten an Lazarus.
Eines Tages starb Lazarus. Lazarus kam in den Himmel zu Gott. Und zu den Freunden von Gott.
Dann starb auch der reiche Mann. Der reiche Mann kam in die Unterwelt. In der Unterwelt sind die Menschen, die mit Gott nichts zu tun haben wollen. Und die mit den Freunden von Gott nichts zu tun haben wollen. Und die sich nie um andere Leute gekümmert haben.
In der Unterwelt ging es dem reichen Mann schlecht. Der reiche Mann hatte Schmerzen. Und Hunger. Und Durst. Er fühlte sich ganz alleine.

Der reiche Mann konnte Lazarus bei Gott im Himmel sehen.
Der reiche Mann merkte, dass Lazarus bei Gott im Himmel glücklich war. Und dass Lazarus jetzt ganz gesund war. Und genug zu essen hatte. Und zu trinken. Und zum Anziehen. Und dass Lazarus viele gute Freunde bei Gott im Himmel hatte. Einer von den Freunden hieß Abraham.

Der reiche Mann rief laut: Abraham. Du sollst Lazarus zu mir schicken. Lazarus soll mir frisches Wasser zu trinken geben. Hier in der Unterwelt ist es ganz schrecklich. Abraham sagte zu dem reichen Mann: Nein. Das geht nicht.
Lazarus kann nicht zu dir kommen. Kein Mensch kann von Gott im Himmel zu euch in die Unterwelt kommen. Dafür gibt es keinen Weg. Außerdem denk mal nach: Lazarus hat das ganze Leben lang vor deinem Haus gesessen. Lazarus hatte keinen Platz zum Wohnen. Lazarus war krank. Und hatte Hunger. Und Durst. Und nichts zum Anziehen. Aber du hast Lazarus nie geholfen.

Der reiche Mann sagte zu Abraham: Ja, das stimmt.
Aber dann soll Lazarus wenigstens zu meiner Familie gehen. Lazarus soll meiner Familie sagen: Ihr sollt den Armen helfen. Damit ihr zu Gott in den Himmel kommt. Bei Gott im Himmel ist es schön. In der Unterwelt ist es schrecklich.

Abraham sagte zu dem reichen Mann: Nein. Lazarus soll nicht zu deiner Familie gehen. Deine Familie weiß selber, dass ihr den armen Leuten helfen sollt. Weil alles in der Bibel steht. Aber deine Familie lacht über die Bibel. Und über alles, was in der Bibel steht. Und über Gott. Wenn Lazarus zu deiner Familie geht, dann lacht deine Familie auch über Lazarus.