14. Station: HOFFNUNG – Der Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt

Lesung: Mt 27,59-61

59Josef nahm den Toten, wickelte ihn in ein neues Leintuch
60und legte ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen.
Dann wälzte er einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging fort.
61Maria aus Magdala und die andere Maria waren auch dabei. Sie blieben beim Grab sitzen.

Bildbetrachtung:

Im Vordergrund das Grab in Form eines Tisches.
Es könnte auch einem Steinquader wie auf jüdischen Friedhöfen nachempfunden sein,
oder ist es ein Opferaltar?

Lassen wir unseren Blick von diesem vordergründigen Objekt in die Weite schweifen.
Da sind entlang des ehemaligen Grenzweges drei Tore.
Vielleicht Symbol für die drei Tage bis zur Auferstehung.
Die Tore stehen offen und weisen in die Ferne, in die Zukunft.
Was ist hinter der Kurve zu erwarten?

Weg der Hoffnung.
Für uns Gläubige: Zeichen der Auferstehung.

Lassen Sie das Bild eine Weile auf sich wirken!

Meditation:

Bleiben auch wir wie Maria aus Magdala und die andere Maria eine Weile beim Grab sitzen,
denken wir an den verstorbenen Jesus.

Was hat sein Leben für mich bedeutet?

Ist nun alles vorbei?
Oder habe ich Hoffnung, dass nach dem Tod ein neues Leben folgt?

Der künstlerische Gestalter des Kreuzweges sagt dazu:
„Wichtig ist, … dass wir die Hoffnung nicht aufgeben und dass wir wissen, dass es eine neue Zeit gibt.“
(Ulrich Barnickel: https://www.youtube.com/watch?v=YaiZ8qaXL_U).

Lassen wir uns mitnehmen auf den Weg der Hoffnung!

Lied: Korn das in die Erde, in den Tod versinkt (GL 845)

1Korn das in die Erde, in den Tod versinkt,
Keim der aus dem Acker in den Morgen dringt.
Liebe lebt auf, die längst verstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

2Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,
wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

3Im Gestein verloren, Gottes Samenkorn,
unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn ―
hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

Gebet:

Herr Jesus Christus,
nach all der Aufregung und dem unsäglichen Leid, das Du ertragen musstest,
ist nun Ruhe eingekehrt.
Grabesruhe.
Wir wollen diese Zeit nutzen und über Dein Leben nachdenken,
aber wir wollen nicht in Resignation verharren,
sondern aufbrechen in eine Zukunft,
auf den Weg der Hoffnung,
hin zu unserem Ziel in Deine ewige Herrlichkeit.

Amen.

Foto und Text: Martin Geibel,
Skulptur: Ulrich Barnickel, Weg der Hoffnung, point alpa.
Weitere Hinweise zum diesjährigen Kreuzweg: Weg der Hoffnung https://st-martin-dresden.de/kreuzweg-2021-weg-der-hoffnung/