12. Station: VERZWEIFLUNG – Jesus stirbt am Kreuz

 

Lesung: Mt 27,45–51.54

45Von der sechsten bis zur neunten Stunde herrschte eine Finsternis im ganzen Land.
46Um die neunte Stunde rief Jesus laut: Eli, Eli, lema sabachtani?,
das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
47Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Er ruft nach Elija.
48Sogleich lief einer von ihnen hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken.
49Die anderen aber sagten: Laß doch, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihm hilft.
50Jesus aber schrie noch einmal laut auf. Dann hauchte er seinen Geist aus.
51Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten.
Die Erde bebte, und die Felsen zerbarsten.
54Als der Hauptmann und die Männer, die mit ihm zusammen Jesus bewachten,
das Erdbeben bemerkten und sahen, was geschah,
erschraken sie sehr und sagten. Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!

 

Bildbetrachtung:

Drei Kreuze mit kurzen Querbalken, drei Schicksale.

In der Mitte am höchsten Kreuz hängt Jesus mit langen Armen und gesenktem Kopf.

Die beiden Kreuze an seiner Seite sind ohne Körper.
Aus der Überlieferung nach Lukas wissen wir einiges über die beiden, die mit ihm starben:
Beides Verbrecher, aber ganz unterschiedliche Charaktere.

Im Hintergrund erloschene Vulkane, die man mit dem Erdbeben zu Jesu Tod in Verbindung bringen könnte.

In der Landschaft bei schönem Wetter wirkt das Bild fast friedlich, obwohl wir ahnen, was die Kreuzigung von drei Menschen für ein Leid bedeutet haben muss.

 

Lassen Sie das Bild eine Weile auf sich wirken!

 

 

 

Meditation:

Endstation,
es ist vollbracht.

Jesus musste extrem schwer leiden.
Bei schwerkranken Menschen sagt man nach dem Tod, sie seien nun erlöst.

Auch Jesus ist von allem Leiden erlöst und doch besteht ein gravierender Unterschied.
Wir glauben: Jesus hat uns durch sein Leiden erlöst.

Seine letzte Tat am Kreuz war, dass er dem reuigen Verbrecher neben ihm Vergebung zugesprochen hat.

Es ist tröstlich zu wissen: Bei Gott ist zu jeder Zeit noch Vergebung möglich.

Jesu Tod hat schon gleich die ersten Menschen (hier einen römischen Hauptmann) zum Glauben gebracht, dass er der Sohn Gottes ist.

Wer ist Jesus für mich?

 

Lied: Wir danken Dir, Herr Jesu Christ (GL 297)

1Wir danken Dir, Herr Jesu Christ,
dass Du für uns gestorben bist
und hast uns durch Dein teures Blut
gemacht vor Gott gerecht und gut.

2Wir bitten: Wahrer Mensch und Gott:
Durch Deine Wunden, Schmach und Spott
erlös‘ uns von dem ew‘gen Tod
und tröst‘ uns in der letzten Not.

 

Gebet:

Herr Jesus Christus,
Deine letzte Tat am Kreuz war, zu vergeben und das Paradies zu verheißen.
Es ist tröstlich zu wissen: Zur Umkehr ist es nie zu spät.

Wir wollen immer wieder unsere eigene Schuld bereuen und bitten Dich um Vergebung,
so dass auch wir einmal einen Platz in Deiner ewigen Herrlichkeit erlangen.

Amen.

 

Fotos und Text: Martin Geibel,
Skulptur: Ulrich Barnickel, Weg der Hoffnung, point alpa.
Weitere Hinweise zum diesjährigen Kreuzweg: Weg der Hoffnung https://st-martin-dresden.de/kreuzweg-2021-weg-der-hoffnung/